Ihor Chomiak’s story about his Ukrainian family in Ukraine and DP camps of Germany

Christening in Augustdorf DP camp 1953
My Christening in Augustdorf DP camp where i was born. Left to right Dr. Theophil Kis, Anna Kekish/Romaniuk My mother Mother nee Boyko and my father Mykhajlo the little boy is my older brother Ivan.
Children were born in these camps, I was one of them who never left.
The camp I was born in. This is a refugee camp for Displaced Persons in Augustdorf, Germany .
Myron Mytrovych is playing the piano
Ukrainians from Paris support the annual meeting of Ukrainians in Nord Rhein Westphalen

 

Annual Ukrainian get together in North Rhein Westphalen
Darka Mazuryk and Myron Mytrovych guest performers in Duesseldorf. My daughters presented them with flowers. Daria and Laryssa.
Children were born in these camps, I was one of them who never left.
The camp I was born in. This is a refugee camp for Displaced Persons in Augustdorf, Germany .
We already lived in Dusseldorf Wersten
My first holy communion. This is my godmother Anna Kekish Romaniuk. She lives in London Ontario
Speach about who we are here in Germany in the early 80's
I am giving a talk in German at the yearly convention in Hause des Deutschen Ostens…. this is in the early 80’s

Meine Familie, die ukrainischen DP’s (Displaced Persons) in Deutschland.
Von Ihor Myroslaw Chomiak

Die Jugend meiner Eltern in der Ukraine.

Zum Zeitpunkt der Geburt meiner Eltern tobte in der Westukraine der polnisch-sowjetische Krieg von 1919-1921 und anschliessend fiel die Westukraine an Polen. 1939 annektierte dann die Sowjetunion (Ribbentrop Molotov Pakt) die Westukraine und 1941 Nazideutschland. Unter diesen Umstaenden verbrachten meine Eltern ihre Jugend, der brutalen Polenisierung unter Polen(1921-1939) der Ausrottung von bestimmten Gruppen der westukrainischen Bevoelkerung durch die spaetere allierte Macht Sowjetunion (1939-1941) und dann Nazideutschland, mit deren Endloesungsbestreben der Ukraine durch deren Generalplan Ost (1941-1944).

Bis 1939 waren die sozialistische Sowjetunion und das sozialistische Nazideutschland freundlich zueinander gesinnt und vereinbarten so den Ribbentrop Molotov Pakt. Sie waren sich darin einig, das die Ukraine Voelkerabfall darstellt, somit kein Recht auf Existenz hat und deshalb ausgerottet werden muss. Die Sowjetunion bevorzugte skrupelosen Terror durch systematische Toetung von anfangs quotierten 10% der westukrainischen Bevoelkerung in Erschiessungskammern zum Zweck der Restruktierung in eine nach leninistischem Verstaendnis entgueltigen harmonischen Gesellschaft, der Rusifizierung. Nazideutschland bevorzugte die sofortige Umsetzung des Generalplans Ost, der Schaffung des Lebensraums fuer Deutsche auf ukrainischen Territorium und als Endloesung die Beseitigung der heimischen Ukrainer durch Zwangsarbeit unter schwersten unmenschlichen Bedingungen bis zum Tod in Deutschland, der Germanisierung. 1944 fiel die Ukraine wieder an die Sowjetunion.

Deportation meiner Eltern zur Zwangsarbeit nach Deutschland.
Meine Mutter Maria Chomiak, geb. Bojko ist 1921 geboren und stammte aus dem huzulischem Dorf Bili Oslawy im Karpatenhochgebirge. Sie war Vollweise. Mit dem Einmarsch Deutschlands in die Ukraine in 1941, drangen ungarische deutschverbuendete Truppen in die Karpaten und bombardierten ihr Dorf. Ihr Haus wurde durch Kanonenfeuer vollstaendig zerstoert. Alle Maedchen des Dorfes wurden dann von Nazideutschen zusammengetrieben und in Transpotzuegen nach Deutschland zur Zwangsarbeit deportiert. Meine Mutter verrichtete ihre Zwangsarbeit bis Kriegsende bei Landwirten in Krefeld-Huels .
Mein Vater Mychajlo Chomiak ist 1922 geboren und stammte aus dem boykischem Dorf Uniatych in der naehe von Drohobych. 1940 unter Sowjetherrschaft, wurde mein Vater volljaehrig und in die Sowjetarmee eingezogen. Sein Name wurde von den Sowjets in das russische auf Mihkail Khomyakov umgeschrieben und er wurde in die Suempfe Wolyniens abkomandiert, wo Soldaten aufgrund der dortigen Bedingungen massenweise verstarben. Auf dem Weg nach Wolynien sprang mein Vater vom Zug und kehrte zu Fuss in sein Dorf zurueck, wo er sich unter der Obhut der Jugendorgnisation Sich und der oertlichen Organisation Ukrainischer Nationalisten (OUN) versteckt hielt. Auf Desertation von der Sowjetarmee stand die Todesstrafe. Nach der Besetzung der Ukraine durch Nazideutschland in 1941 glaubte mein Vater wie nicht wenige seiner Landsleute von den Sowjets sicher zu sein und hielt sich nicht mehr im Versteck auf. In der Folge wurde er von Nazideutschen wegen seiner Mitgliedschaft zur Jugendvereinigung Sitch verhaftet und zur Zwangsarbeit in das beruechtigte Arbeitslager der Kohlenzeche Minister Stein nach Dortmund-Ewing depotiert. Er ueberlebte das Arbeitslager, indem 6.000 Zwangsarbeiter waehrend der Kriegsjahre verstarben, sehr geschwaecht und krank an offener Tuberkolose. Nach Kriegsende verbrachte er laengere Zeit in einem Sanatorium fuer Lungenkranke in Sennestadt, wurde jedoch von der britischen Militaerverwaltung auf die Liste der in die Sowjetunion zu repatriierenden gesetzt. Nur durch die Schwere seiner Erkrankung wurde seine Repatriierung vorlaeufig ausgesetzt.

Behandlung durch die Militaerverwaltungen der westlichen Siegermaechte nach dem Krieg.
Bemerkenswert ist, das die westlichen Militaerverwaltungen die fuer die deutsche Endloesung vorgesehenen deportierten ukrainischen Zwangsarbeiter die unzutreffende Bezeichnung Displaced Person, also vertriebene Person, waehlten und nicht NS-Opfer oder Survivers of Nazi Persecution. Dann vereinbarten die westlichen Siegermaechte mit der alliierten Sowjetunion in Jalta, diese Zwangsarbeiter nicht nach der von ihnen beanspruchten ukrainischen Nationalitaet sondern nach sowjetrussischer Sichtweise in Staatsangehoerigkeiten zu klassifizieren, womit die Sowjets erreichten, das diese Personen als sowjetische Staatsangehoerige angesehen und dementsprechend in Repatriierungstransporte in die Sowjetunion eingegliedert wurden. Und so began die grossangelegte Rueckfuehrung der DP’s in ihre “Heimatlaender” die bis 1949 andauerte.
Der Status NS-Opfer oder Survivor of Nazi Persecution war anderen Nationalitaeten vorbehalten. Unter welchem Einfluss westliche Militaerverwaltungen diese Klassifizierungen vornahmen ist bis heute nicht eindeutig ausgesprochen. Klar ist, das 1944 die sowjetische und neue polnische Regierung basierend auf dem Ribbentrop-Molotov Abkommen sich auf ein Repartriierungsabkommen geeinigt hatten, wonach alle Ukrainer Polens in die Sowjetunion und umgekehrt alle Polen aus den ehemaligen polnischen Ostgebieten der Ukraine nach Polen umgesiedelt wurden. Das war der sowjetisch-polnische Weg zur Loesung der “ukrainischen Frage”. Dies war den westlichen Siegermaechten bestens bekannt. Auch haben die westlichen Siegermaechte das Abkommen zwischen sowjetischem Kommunismus und deutschem Nationalsozialismus (Ribbentrop-Molotov Abkommen) nicht in Frage gestellt und somit dem sowjetrussischem Weg zur Loesung der “ukrainischen Frage” zugestimmt. Nur so ist das Verhalten der westlichen Militaerverwaltungen auf Zuweisung der sowjetischen Staatsangehoerigkeit an ukrainische Zwangsarbeiter und Einverstaendnis zu Massenrepatriierungen zu verstehen. Diese Behandlungsweise wurde von den westlichen Allierten zur Durchfuehrung in das SHAEF-Memorandum (Supreme Headquarters Allied Expeditionary Force) und den UNRRA-Statuten (United Nations Relief and Rehabilitation Administration) festgeschrieben, was bedeutete, das Ukrainer gegen ihren Willen als sowjetische Staatsbuerger angesehen und auf das Territorium des Landes ihres letzten Aufenthaltes zurueckgefuehrt werden sollten.
Nur in begruendeten Faellen waere eine Ansiedlung (Emigration in Einwanderungslaender) durch die Militaerverwaltungen unterstuetzt worden. Diese Bedingung der begruendeten Faellen galten vor allem fuer juedische DP’s, die von den Militaerverwaltungen als DP’s juedischer Nationalitaet gefuehrt wurden alsauch baltischen DP’s, jedoch nicht fuer Ukrainer. Dadurch kamen Westallierte gegenueber Ukrainern in Erklaerungsnoete, denen sie dieses Recht auf nationale Identifikation vorenthalten wollten.
Ukrainer waren in den DP Camps diszipliniert und sehr gut organisiert. Um das Leben der ukrainischen DP’s zu koordinieren, gruendeten sie am 29.Mai 1945 in der amerikanischen Zone die Zentralvertretung der ukrainischen Emigration in Deutschland (ZPUEN), der Wasyl Mudryj, ehemaliger Abgeordneter im polischem Sejm und Mitglied der OUN-Fraktion Banderas vorstand. Bereits 1945 verwendete Mudryj den Begriff der Zwangsrepatriierung und entwickelte Verweigerungsstrategien, wie sich Ukrainer vereinzelt gegen ihre Rueckfuehrung wehren konnten. Dazu gehoerte auch, das ukrainische DP’s in ueberwiegender Mehrheit darauf bestanden, ihnen den Status ” political entities ” also politische Person oder “undetermined” (unbestimmt) zuzuordnen. Desweitern organisierten sich ukrainische DP’s kulturell und religioes in DP-Camps, in der sie ihre eigenen Kirchen, Schulen und Einrichtungen zur kulturellen Pflege und Bildung installierten. Das Recht auf religioese und kulturelle Pflege konnten die Militearverwaltungen den ukrainischen DP’s nicht untersagen.
Als dann nach Kriegsende Verbaende der ukrainischen Aufstaendischen Armee (UPA) und Mitglieder des ukrainischen Befreiungsrates die Ukraine verliessen und in die amerikanische Zone Deutschlands kamen, weichte die Behandlung der Militaerverwaltungen gegenueber Ukrainern auf, da diesen sehr wohl bekannt war, das Mitglieder des Befreiungsrates und Soldaten der UPA vehemment gegen sowjetrussischen Kommunismus kaempften. Das SHAEF-Memorandum Nr. 39, das eine nationale Definition “Ukrainer” nicht zuliess und die UNRRA-Statuten verloren dann bezueglich der Zwangsrepatriierung ihre Wirkung, Ukrainer wurden nicht mehr als polnische oder sowjetische Staatsangehoerige angesehen, sondern der Status politcal entities zugeordnet, womit der Weg zur Emigration in Einwanderungslaender frei war.
Das konsequente Auftreten der Zentralvertretung der ukrainischen Emigration unter Leitung von Wasyl Mudryj und der OUN-Fraktion Banderas gegen die Repatriierung und ihre sehr effektive Selbsthilfe hinterliess bei ukrainischen DP’s in allen westlichen Militaerzonen einen starken Eindruck, sodass deren Einfluss enorm anstieg. Nach Genesung und Entlassung aus dem Sanatorium angagierte sich mein Vater in dieser Bewegung und war Vorsitzender der Ukrainer in den DP-Camps Augustdorf, Lintorf und in der Fluechtlingssiedlung in Duesseldorf-Wersten
Die neue deutsche Endloesung, nun fuer Ukrainer mit dem Status Heimatlose Auslaender in der Bundesrepublik Deutschland.
In die typischen Auswanderungslaender (USA, Kanada, Ausstralien usw.) durften nur gesunde DP,s ziehen, die arbeiten konnten. Kranke waren nicht erwuenscht. Daher verblieben viele DP,s der sogenannte “Hard Core” von fast 150.000 in Deutschland. Was aus diesem Personen schliesslich geworden ist, ist allgemein unbekannt und auch unerforscht.
Ich bin in Deutschland im DP Lager Augustdorf (suewestlich von Detmold, Bezirk Lippe, fruehere Britische Zone) 1953 als Kind ukrainischer DP’s geboren und habe 50 Jahre in Deutschland verbracht. Heute lebe ich in Naples, Florida, USA. Die Geschichte der Ukrainer von der Nachkriegszeit bis in die juengste Zeit in Deutschland, also des Peronenkreises dem ich angehoere, ist so anders als die derjeniger Ukrainer in den Auswanderungslaendern. Die Erfahrung meiner Familie, meine persoenliche und die der ukrainischen Gemeinschaft, in der ich langjaehrig in verschiedenen Positionen taetig war, schreibe ich hier nieder.
Nach Gruendung der Bundesrepublik Deutschland uebergab die International Refugee Organisation (IRA) die in Deutschland verbliebenen DP’s der deutschen Obhut. Aus deportierten ukrainischen Zwangsarbeitern wurden nach dem Willen der westalliierten Siegermaechte “sogenannte Ukrainer” und Displaced Persons (DP’s). Aus den DP’s wurden nach dem Willen der Bundesrepublik Deutschland Fluechtlinge, Staatenlose oder Heimatlose Auslaender . Diese Statuse wurden dann auch den nachfolgenden Generationen der ehemaligen DP’s uebertragen und gelten bis zum heutigen Tag. So gib es in Deutschland mittlerweile die vierte Generation ukrainischer Fleuchtlinge und heimatloser Auslaender aus dem Personenkreis deportierter Zwangsarbeiter.
Die in Deutschland verbliebenen Ukrainer waren Opfer des Nazionalsozialismus. Anstatt diese einzubuergern, erteilte das neue Deutschland diesen Personen den Status Staatenlos oder Heimatloser Auslaender. Zum Verstaendnis, die deutsche Staatsbuergerschaft ist nur fuer deutschstaemmige vorgesehen. In Deutschland geborene Auslaender erhalten nicht die deutsche Statsbuergerschaft. Dies gab den Ukrainern zu verstehen, dass sie Fremde sind und in Deutschland entweder die deutsche Lebensweise aufnehmen oder Deutschland nicht ihre neue Heimat wird. Das war wohl die deutsche Antwort darauf, das die in Deutschland verbliebenen Ukrainer sich nicht nach dem Willen der Siegermaechte in die Sowjetunion repartriieren liessen. Deutsche gelten als nicht auslaenderfreundlich und ziemlich russophil. Die Deutschen sahen die ukrainischen DP’s nicht als Menschen an, denen durch Krieg und die Schuld des deutschen Volkes das entstandenes Schicksal dieser heimatlos gewordenen, mitzutragen. Von Integration in die neue Bundesrepublik war keine Rede. Bei den Deutschen ueberwog die Skepsis gegenueber den “Russen” oder “Russkis” wie sie vielfach genannt wurden, obwohl Ukrainer nicht aus Russland stammten. Demgegenueber zeigten sich Ukrainer nicht sonderlich geneigt, ihren deutschen “Gastgebern” die noch so schlimmen Verbrechen, die sie waehrend des Zweiten Weltkrieges gegenueber Ukrainern veruebt hatten, zu vergeben. Um Deutsche mit Sympathie zu begegnen, gab es keinen Anlass. Von Integration in die bundesdeutsche Bevoelkerung war keine Rede. Und so waren meine Eltern nun der deutschen Behandlungsweise ausgesetzt.
Sie wurden in das fuer katastrophale Umstaende bekannte Lager Augustdorf umgesiedelt. Die Zustaende in diesem Lager, indem der sogenannte “Hard Core” also Kranke und Menschen mit physischen und psychischen Behinderungen untergebracht wurden, waren deutschen Fuersogeaemtern, der UNO und anderen internationalen Organisationen, die sich weltweit um das Los der DP’s sorgten, bestens bekannt. Insbesondere waren Schwerbehinderte und Tbc-Kranke unakzepteablen Zustaenden ausgesetzt. 1950 meldete das neu entstandene Bundesverteidigungsministerium Ansprueche auf das ehemalige Wehrmachtsgelaende Augustdorf an, das nach Kriegsende zum DP Camp umfunkioniert wurde. Das Evangelische Hilfswerk Westfalen wurde damit beauftragt, neue Wohnungen fuer die DP’s zu finden. Wie sich das deutsche Evangelische Hilfswerk um die DP’s kuemmerte, entnehmen wir aus einem Schreiben des Hilfswerkes vom 26.5.1955, indem das Hilfswerk ohne Bedenken den inakzeptablen Begriff vom ” Program der Endloesung fuer Insassen des DP Lagers Augustdorf ” verwendet. So verstand ein deutsches christliches Hilfswerk ihre Arbeit fuer heimatlose Auslaender. Nach Augustdorf wurde unsere Familie in ein neues DP Camp Ratingen-Lintorf umgesiedelt und dann spaeter in die Fluechtlingssiedlung in Duesseldorf-Wersten.
Wie Deutschland ukrainischen Opfern des Nazionalsozialismus fianzielle Entschaedigung entzog.
Wer aus Gruenden politischer Gegenerschaft gegen den Nationalsozialismus oder gegen wen aus Gruenden der Rasse, des Glaubens oder der Weltanschauung nationalsozialistischen Gewaltsmassnahmen veruebt wurden, hatte in der neugegruendeten Bundesrepublik Deutschland einen Anspruch auf Wiedergutmachung durch finanzielle Entschaedigung. Die Bundesregierung vermied jedoch eine Gleichstellung von DP’s mit deutschen Fluechtlingen, die grosszuegig entschaedigt wurden. Mit dem Ersetzen des Begriffs DP durch den des heimatlosen Auslaenders vermied die Bundesregierung den darin enthaltenen Hinweis auf die unverschuldete Zwangsverschleppung und des deutschen schuldhaftenden Handels im zweiten Weltkrieg gegenueber ukrainischen Zwangsarbeitern, obwohl heimatlose Auslaender nach dem Gesetz zur Rechtstellung heimatloser Auslaendern Deutschen gegenueber gleichgestellt waren. Mit diesem juristischem Trick verweigerte Deutschland den ehemaligen ukrainischen Zwangsarbeitern finanzielle Entschaedigung als Wiedergutmachung. Dies war den westlichen Allierten und den Vereinigten Nation bekannt. Sie schwiegen. Trotzdem beantragten in Deutschland verbliebene ukrainische ehemalige DP’s finanzielle Entschaedigung. In der Regel waren Vertreter des United Ukrainian Amercian Relief Committee (UUARC), die auch in der britischen Zone akiv waren, bei der Antragsstellung behilflich. In der ehemaligen britischen Zone, in der wir lebten, war der Vertreter des UUARC mit den Namen Ingenieur Stepaniuk derjenige, der die Antraege formulierte und begruendete. Das Bundesverwaltungsamt in Koeln beschaeftigte sich mit der Antragsstellung im Bundesland Nordrhein Westfalen. Der Vertreter des UUARC erkannte den deutschen juristischen Trick nicht, mit der sich Deutschland widerrechtlich den Anspruechen ehemaliger Zwangsarbeiter zu entledigen versuchte und begruendeten in der Regel alle Antrage formaljuristisch falsch. Somit konnte das Bundesverwaltungsamt die Antraege als unbegruendet ablehen. Und niemad verwies die Antragssteller darauf, gegen die Ablehnung Widerspruch einzulegen. Damit wurden die Ablehnungen rechtskraeftig und die ukrainischen heimatlosen Auslaender verloren ihre Ansprueche auf Wiedergutmachung durch finanzielle Entschaedigung, dies auch durch inkompetente Beratung des UUARC. Der Mindesanspruch auf Wiedergutmachung war auf der Hoehe der Mindestrente eines deutschen Beamten mit Anspruch ab dem Zeitpunkt der Gruendung der Bundesrepublik Deutschland. In der Regel stellte dies im Einzelfall einen Wert von durchschnittlich 200.000-250.000 DM per Person dar. Mein Vater war einer der ganz wenigen, der gegen die Ablehnung Widerspruch einlegte, sodass sein Anspruch weiterhin formaljuristisch exestierte.
Der Versuch Deutschlands sich der Verantwortung gegenueber meinem Vater zu entziehen.
Erst in den 1980 Jahren aenderte die deutsche Bundesregierung ihre Haltung gegenueber ehemaligen Zwangsarbeitern und bot unglaublich niedrige Zahlungen als Entschaedigung an, im Fall meines Vaters DM 3.000,–als Einmalzahlung. Da der Antrag meines Vaters durch seinen Widerspruch immer noch akut war, bestand das Bundesverwaltungsamt darauf, das zwischen meinem Vater und der Bundesrepublik Deutschland eine einvernehmliche Vereinbarung zu treffen sei, die von einem Gericht zu bestaetigen ist, um die Sache meines Vaters entgueltig abzuschliessen und weitergehende Ansprueche auszuschliessen. Mein Vater hatte einen deutschen Anwalt in seiner Sache, wollte aber selbst nicht am Gerichtstermin teilnehmen. Er bat mich ihn vor Gericht zu vertreten und erteilte mir eine dementsprechende Vollmacht. Im Gerichtstermin erklaerte der Vorsitzende Richter das er mit der Materie der Ukrainer gut vertraut ist, da er die Antraege von Stepan Bandera und Jaroslaw Stetzko ablehnend entschied. Dann erklaerte der Vertreter des Bundesverwaltungsamtes die Absicht, die Sache meines Vaters kulanterweise abzuschliessen, obwohl so seine Ausfuehrung, mein Vater eigenlich keinen Anspruch habe, da nach seiner Sichtweise Ukrainer waehrend des zweiten Weltkrieges wie Deutsche behandelt wurden. Der Anwalt meines Vaters schwieg und ich fuehlte mich durch diese Aussage sehr gedemuetigt. Ich erklaerte dem Gericht, das ich bevollmaechtigt durch meinen Vater eine Einigung auf dieser Grundlage ablehne. Daraufhin erklaerte der Vorsitzende Richter, das ein neuer Termin angesetzt werde, in der ich die Ansprueche meines Vaters formaljuristisch zu begruenden habe und das Gericht nicht eine einvernehmliche Einigung protokolieren werde, sondern die Sache meines Vaters durch Urteil entscheiden werde. Ich verstand dies als eine Art Drohung des Gerichtes und der Anwalt meines Vaters fuehlte sich durch meine Entscheidung uebergangen. So war ich mir nicht sicher, wie ich meine ablehnende Entscheidung meinem Vater erklaeren werde. Zu meiner Erleichterung bergruesste mein Vater meine Entscheidung, er selbst wollte und konnte sich mit Deutschen in dieser Sache nicht mehr beschaeftigen.
Fuer mich war die Haltung des Richters und des Vertreters des Bundesverwaltungsamtes so erniedrigend. Die einzige Erklaerung die ich fand war, dass Deutschland aus opportunistischen Gruenden einfach die Behauptung aufstellte, mein Vater sei nicht Zwangsarbeiter in einem Arbeitslager sondern ein Fluechtling oder Hilfswilliger gewesen, und stuetzen sich wohl darauf, wie es die alliierten Siegermaechte nach dem Krieg definierten. Ein derartiges Verhalten konnte ich mir nur mit Opportunismus der Deutschen und deren Gemuet erklaeren, sich der Verantwortung aus deren Vergehen waehrend der Nazi-Herrschaft zu entziehen. Auf die naechste Gerichtsverhandlung habe ich mich dann sehr gewissenhaft vorbereitet. Sehr behilflich waren mir deutsche Dokumente veroeffentlicht im Buch des in Paris lebenden ukrainischen Historikers Dr. Volodymyr Kosyk mit dem Titel ” Das Dritte Reich und die ukrainische Frage, Dokumente 1934-1944 “.
In der naechsten Gerichtsverhandlung beantragte ich fuer meinen Vaters Entschaedigung als Opfer des deutschen Nazionalsozialsmus. In meiner Begruendung stellte ich dem Vertreter des Bundesverwaltungsamtes die Frage, ob er meinen Vater als Fluechtling ansehe und vor wem mein Vater nach seiner Sichtweise nach der Besetzung der Ukraine durch Nazideutschland dann geflohen sei und wie er sich im das Arbeitslager in Dortmund-Ewing wiederfand? Meine naechste Frage war, warum die Bundesrepublik Deutschland den waehrend des Krieges verstorbenen Zwangsarbeitern der Zeche Minister Stein in Dortmung ein Ehrenmal einrichtete, und in der Liste der Opfer nicht ein einziger deutsche Name zu finden sei. Sah so die behauptete oder sogenannte “Gleichberechtigung der Ukrainer mit Deutschen” aus? Abschliessend fragte ich die Gegenpartei, ob sie die Ausfuehrung des Generalplanes Ost durch Nazideutschland in der Ukraine leugne. In diesem Fall werde ich dem Gericht zum Beweis jedes mir vorliegende Dokument aus deutschen Bundesarchiven als Beweis vorlesen. Ich erhielt auf keine meiner Fragen eine Auskunft. Alsdann erlaubte ich mir dem Vositzenden Richter, demselben wie in der vorherigen Verhandlung, ein Dokument aus dem Bundesarchiv Koblenz zu zitieren. Demnach erteilten Nazideutsche Sicherheitskraefte in der Ukraine den schriftlichen Befehl, Mitglieder der Banderabewegung unter dem Vorwand des Diebstahls unverzueglich zu verhaften und im Geheimen sofort zu erschiessen. Daraufhin unterbrach der Richter die Verhandlung, um sich zur Beratung zurueckzuziehen. Nach Wiederaufnahme der Verhandlung unterbreitete mir der Vertreter des Bundesverwaltungsamtes ein neues Angebot einer guetlichen Einigung, nun in Hoehe von DM 50.000,– als Einmalzahlung. Zudem erklaerte mir der Richter, das ich bedenken solle, dass der urspruegliche Antrag meines Vaters anders formuliert und begruendet war, als ich es in der Verhandlung tat, aus Unterlagen der britischen Militaerverwaltung hervorgehe, das mein Vater sich als deutschstaemmig ausgab und letztlich das in Deutschland zu diesem Zeitpunkt keine historische Aufarbeitung der Ukraine Frage unter der Naziherrschaft vorliege, sondern nur eine im Bezug auf die Sowjetunion. In Falle eines Urteils koenne sich dies negativ auf die Ansprueche meines Vaters auswirken und das er unter Umstaenden leer ausgehen werde. Ich habe dem Vorschlag zugestimmt, da ich im Vorfeld der Verhandlung selbst festgestellt habe, das mit Ausnahme des Buches von Dr. Kosyk eigentlich keinerlei historische Aufarbeitung im Bezug auf die Ukraine unter Naziherrschaft aufzufinden war, die als Beweis dienen konnte. Der ist nunmal vor Gericht ein Unterschied zwischen dem was ich glaubte ,dem was allgemein bekannt war und einer geschichtswissenschaftlichen Aufarbeitung. Meinem Vater lege ich eine Kopie der Unterlage der britischen Miliaerverwaltung mit Bezug aus seine Deutschstaemmigkeit vor, worauf mir mein Vater erklaerte, das dies im Sanatorium 1945 von einem Mitarbeiter der Militaerverwaltung vorgenommen wurde, um ihn nicht auf die Repatriierungsliste in die Sowjetunion zu setzen.
Nach der gerichtlichen Einigung der Sache meines Vaters sprachen mich nicht wenige meiner ukrainischen Landsleute an und baten deren Ansprueche zu ueberarbeiten, was in der Sache unglaublich konpliziert war. Dabei handelte es sich auch um Personen, die als Minderjaehrige in Konzentrationslagern eingessen haben und deren Antrage auf finanzielle Entschaedigung fehlerhaft gestellt wurden, sodass diese bezueglich Entschaedigungen vollkommen leer ausgingen. Im meiner Erinnerung verbleibt der bittere Nachgeschmack, wie sich die wirtschaftlich so gigante Bundesrepublik Deutschland durch planmaessige Vertuschung und muit juritischen Tricks an ukrainischen Opfern des Nazionalsozialsmus bereicherte, indem Entschaedigungszahlungen vorenthalten wurden. Dieser Tatsache kann ich einfach keinerlei Geschmack abgewinnen.
Meine Einbuergerung in die Bundesrepublik Deutschland
Seit meiner Geburt vom 10.Januar 1953 bis 14. Januar 1990 war ich durch die mir auferlegte Rechtsstellung heimatloser Auslaender zum Aufenthalt in der Bundesrepublik Deutschland berechtigt. Das einzige Dokument meiner Identitaet war ein Reiseausweis, basierend auf einem nicht weiter erlaeutertem Abkommen vom 28. Juli 1951. Dieser Ausweis musste alle zwei verlaengert werden was auch bedeutete, dass mir innerhalb der Gueltigkeit gestattet wurde im Falle einer Ausreise ins Ausland in die Bundesrepublik zurueckzukehren.
Im Maerz 1988 machte ich mich mit dem Zug auf den Weg in die ukrainische Anlage Frankopole in den Ardennen in Belgien. Es ist meiner Aufmerksamkeit entgangen, dass mein Reiseausweis nur bis Januar 1988 Gueltigkeit hatte. Gewoehnlich gab es zwischen Deutschland und Belgien auch keine Grenzkontrollen mehr. Nicht so am 31. Maerz 1988. Auf belgischer Seite fand im Zug eine Passkontrolle statt, aus der sich herausstellte, das ich mit einem abgelaufenen, also ungueltigen Reiseausweis nach Belgien eingereist bin. Der Grenzbeamte erklaerte mir, das meine Einreise nach Belgien illegal war, da ich gemaess meinem Reiseausweis Fluechtling nach der Genfer Fluechtlingskonvention war und keinen gueltigen Nachweis vorlegen konnte, in welches Land ich zurueckkehren koenne. Aufgrund dessen wurde ich inhaftiert und nach Liege gebracht, wo ich bis zu naechsten Tag in Haft eingessen bin. Dann wurde ich einem belgischem Beamten vorgefuehrt, der mir erklaerte, das meine Personalien durch Auskunft deutscher Behoerden ueberprueft wurden. Durch die Ungueltigkeit meines abgelaufenen Reiseausweis konnte ich in Belgien nicht als Fluechtling nach der Genfer Fluechtlingskonvention behandelt werden. Nach Auskunft deutscher Behoerden sei ich sowjetischer Staatsbuerger und werde daher mit dem in Liege einfahrenden Zug Moskau-Paris aus Belgien ausgewiesen. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich keinerlei Kenntnisse darueber, was ein Fluechting nach dieser Genfer Konvention darstellte und ich hielt es fuer geradezu laecherlich, mich als sowjetischen Staatsbuerger anzusehen. Allerdings hatte ich schon ein sehr eigenartiges Gefuehl, als der Zug Moskau-Paris in Hauptbahnhof Liege einfuhr und ich dann begleitet von zwei belgischen Beamten in den Zug einsteigen musste und mit diesen in einem verschlossenen Abteil des Zuges die Reise in Richtung Deutschland antratt. Als der Zug im ersten deutschen Bahnhof (Aachen) einfuhr, oeffneten die belgischen Beamten das Abteil und verliessen den sowjetischen Zug. Kurz darauf tat ich dann dasselbe.
Dieser Vorfall gab mir sehr zu denken. Ich machte mich kundig und stellte fest, das ich, obwohl 1953 in Deutschland geboren, tatsaechlich gemaess meiner Rechtsstellung Fluechtling nach dem Abkommen vom 28. Juli 1951 des UNHCR (UN Refugee Agency) der Genfer Fluechtlingskonvention war. Ziel der Konvention war ein moeglichst einheitlicher Rechtsstatus fuer Menschen, die keinen diplomatischen Schutz ihres Heimatlandes mehr geniessen. Ich galt als Fluechtling aufgrund von Ereignissen, die vor dem 1. Januar 1951 in Europa eingetreten sind und aus der begruendeten Furcht vor Verfolgung sich ausserhalb des Landes befinde, dessen Staatsangehoerigkeit ich besitzte. Zusaetzlich wurde mir die Rechtstellung heimatloser Auslaender zugeordnet, die nur in Deutschland galt. Unklar war mir, wer und mit welchem Recht mir all diese eigenartigen Rechtsstellungen zugeordnet wurden, wer und mit welchem Recht mir ein unzutreffendes Heimatland (Sowjetunion) und deren Staatsangehoerigkeit zugeordent wurden. Mir wurde aber sehr klar, wie sehr sich dieses Deutschland gegen die Integration von Auslaendern stellte und wie auslaenderfeindlich diese Nation tatsaechlich ist, denn anstatt zum deutschen Staatsbuerger haben mich die deutschen zum heimatlosen Auslaender gemacht. Nach reiflicher Ueberlegung stellte ich mir die Frage, wieso ich nach britischer Sichtweise Vertriebener (DP) war, wenn ich doch in Deutschland geboren und in meinem Geburtsland lebte? wieso mich dann die Deutschen zum heimatlosen Auslaender (Foreigner without Homeland) stempelten, obwohl denen sehr wohl bekant war das ich Ukrainer bin und wieso mir diese unzutreffende sowjetische Staatsangehoerigkeit zugeordnet, ein Staat mit welchem weder meine Eltern noch ich selbst in irgendeiner Form zu tuen hatte. Und letztlich lernte ich, das ich ausserhalb Deutschlands als Fluechtling angesehen wurde, obwohl ich von niergendwo geflohen bin. Die einzige Erklaerung, die fuer mich in Frage kam war, das all dies auf Vereinbarungen von westlichen Allierten mit der Sowjetunion zurueckzufuehren sind. Und Deutschland nutzte diesen Zustand, um sich so der Verantwortung gegenueber ehemaligen ukrainischen Zwangsarbeitern zu entziehen.
Das wollte ich so nicht mehr gelten lassen und beantragte die deutsche Staatsbuergerschaft. Zum Antrag auf Staatsbuergerschaft gehoert nach deutschem Recht die Verpflichtung, eine schriftliche Bestaetigung vorzulegen, wonach ich nicht mehr im Besitz einer vorherigen Staatsbuergerschaft war, welche nach deutscher Sichtweise die sowjetische war. Ich lehnte dies mit dem Hinweis ab, das meine Eltern niemals sowjetische Staatsbuerger waren, ich diese niemals beantragt habe und ich es ablehne, mich in die Hoheit (Botschaft) eines Unrechtsstaates, die der Sowjetunion, ungeschuetzt als Fluechtling zu begeben. Im uebrigen verwies ich darauf, das Deutschland mit dieser Forderung gegen die Genfer Fluechtlingskonvention verstosse.
Zu dieser Zeit war ich ehrenamtlich in der Vertretung der ukrainischen Emigration in Deutschland, Verband fuer Nordrhein-Westfalen, taetig und unter anderem auch fuer Betreuungsmassnahmen fuer ukrainische heimatlose Auslaender im Auftrage des Ministeriums fuer Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen zustaendig. Einmal jaehrlich fand eine Tagung aller auslaendischen Fluechtlingsverbaende mit Vertretern einiger Ministerien statt, in der ich einen Vortrag zum Thema Integration und Einbuergerung von Auslaendern hielt, indem ich als Beispiel meinen eigenen Fall auffuehrte und deutsche Behoerden fuer ihre Verhaltensweise gegen den Personenkreis wie den meinigen sehr scharff kritisierte. Kurze Zeit nach diesem Vortrag erhielt ich eine schriftliche Benachrichtigung um eine Gebuehr fuer den Einbuergerungsantrag zu entrichten und danach erhielt ich kommentarlos per Post die Einbuergerungsurkunde zugesandt.
Die Einbuergerungsurkunde erhielt jedoch einen Vermerk, wonach die Einbuergerung sich nicht auf meine Familie, also meine Kinder, erstrecke. Meine Frau hat als US-Staatsbuergerin bei der Geburt unserer Kinder sofort dafuer gesorgt, dass diese die US-Staatsbuergerschaft erhielten. Wie Recht sie damit hatte, den ansonsten wuerden auch unseren Kindern diese Rechtsstellungen Fluechtlinge, heimatlose usw. von deutschen Behoerden zugeordnet, dies fast 50 Jahre nach Ende des 2. Weltkrieges und in der dritten Generation. Bezeichnend ist, dass Deutsche der dritten Generation nach dem Krieg sich fuer das Unheil und die unmenschlichen Massnahmen Nazideutschlands nicht mehr verantwortlich fuehlen, jedoch gleichzeitig grossen Wert darauf legen, dass der in Deutschland verbliebene Personenkreis ehemaliger Opfer des Nazionalsozialismus auch weiterhin uneingebuergert ihren Schicksal ausgesetzt ist.
Zum Verstaendnis, ich habe lange darueber nachgedacht wieviel Sinn es macht, die Geschichte meiner Familie und die gleichzeitigen geschichtlichen Geschehnisse, die soviel Einfluss auf uns hatte, schriftlich niederzulegen. Nachdem ich anfing mich mit diesem Thema mehr zu beschaeftigen, stellte ich fest, das Deutsche zum diesem Thema schweigen oder sehr einseitig darstellen. Einen Grund Deutschen zu vertrauen gibt es nach meiner Ueberzeugung auch heute nicht, da sie sich im Ergebnis vielfach so verhalten, wie sie es in der Vergangenheit getan haben, dies gilt inbesondere aufgrund deutsch-russischer Interessen und deren katastrophale Auswirkungen.

Ihor Myroslaw Chomiak
Naples Fl.
August 8, 2016

Published by

h.chomiak@gmail.com

I studied history, grew up bilingually and never had extended family near me and never knew why. So I ventured out all over the world to find them and learn how that came to be. I found out why. During my travels and encounters I have learned about many things and felt it was important to share with all...

6 thoughts on “Ihor Chomiak’s story about his Ukrainian family in Ukraine and DP camps of Germany”

  1. Habe mit interesse Deinen bericht gelesen,bis 1973 war I auch eine D.P. Person danach habe ich die niederlaendische natiolitet angenommen.in in wahre fuelle ich mich bis zum heutigen tage noch D.P.,person,weil die Unra oder die UNO uns den fluchtelings oderD.P Kriegskinder nach 71 jahren niemals dokumentiert haben, wie wir ueber uns und Unseren ELTERN leid der Taetigkeiten der naties Fuellen .MEINE ELTERN haben gesundheit hab und gut verloren und nur 3000 DM bekommen nach 40 jahren und das ver teilt in 3jahren. danke noch mals fuer dein bericht

      1. Lieber Ihor, habe Deinen Bericht mit großem Interesse gelesen und mich gefreut euch auf diese Weise wieder zu finden. Ich recherchiere gerade über die Bücher die der ukr. Historiker Wolodymyr Kosyk herausgegeben hat. Er hatte ja, als Historiker nach 50-jähriger dtsch. Geheimhaltung Zugang zu deutschen Archiven der Wehrmacht. Meine Eltern und die meisten Gemeindemitglieder aus unserer HN- und Stuttgarter Gemeinde waren als Zwangsarbeiter nach Deutschland verschleppt worden. In diesem Zusammenhang habe ich mich oft mit Behörden auseinandergesetzt und wurde immer zurückgewiesen. Trotz Hitlerarbeitsbuch gab es keine Anerkennung für die Rentenzeit. Um 1995 gab es keine Entschädigung, weil sie nur in der Landwirtschaft arbeiteten. Ironie: Verschleppung & Jugend/Heimatverlust zählen nicht. Viele Ereignisse haben mich immer und immer wieder stark verletzt und beleidigt, Behauptungen von Journalisten und deutschen Historikern nach dem Moto: „geteiltes Leid ist halbes Leid – geteilte Verbrechen = bedeuten eine Nivellierung = alle hätten sich beteiligt….“ Die Nazis haben ihre Ideologie überall hin getragen – jetzt finden sie überall Mitläufer und Mittäter….Hilfswillige….. In Frankreich haben sie das Vichy-Regime installiert, in Italien mit Moussulini, in Rumänien deutschstämmige gewaltsam rekrutiert(von den Behörden Listen gefordert). Wir trafen eine Familie auf dem Friedhof – der Herr ist im Donbas geboren – Eltern als deutschstämmige in Rumänien nach 1945 von der Roten Armee in den Donbas ins Straflager verschleppt, 1985 als Spätaussiedler in BRD Es war nicht nur Hitler so grausam – nein seit 1835 haben sich die Europäer/USA ganz Afrika restlos aufgeteilt – 1883 – 1914 dtsch Kolonien Süd-West – Süd-Ost-Afrika – Genozid an den Hereros – später Beihilfe zum Armenier-Massaker (800 dtsch Offiziere begleiteten den Hunger-Todesmarsch) Alle großen Staaten die heute so human sein wollen, verstecken sich hinter solchen Brutalitäten. Im Archäologischen Beitrag erfuhr ich letzte Woche, daß die Spanier die Aztekenhauptstadt niedergebrannt, alle Flüchtenden erschossen, den Ort dem Erdboden gleich machten und darauf die Stadt Mexiko aufbauten. Das alles, weil sie die erblickten Goldschätze nicht finden konnten….
        Im Nürnberger Prozess haben alles Angeklagten und Beschuldigten nur treu und brav ihre Befehle ausgeführt. Kein Schuldeinsicht – keine Schuldbekenntnis – kein Schuldgefühl – klar Übermenschen Hannah Arendt beschreibt das gleiche in Ihrem Buch zum Eichmann-Prozess in Israel.
        Hier in Deutschland haben sie 50–75 Jahre lang geschwiegen – kaum etwas in ihren Geschichts-büchern zu finden. So wächst die junge Generation ohne Wissen – ohne Bezug – ohne Verantwortung auf – nur Wohlstand – klar, daß man deshalb alles schon lange abschließen wollte.
        1985 gab es in Deutschland einen Historikerstreit durch den Historiker Erich Nolte, weil er es wagte, den historischen Blick auf die Sowjetunion zu lenken, den Begriff “jüdischen Bolschewismus“ prägt Erich Nolte ist letzten Monat mit 93 Jahren verstorben, aus diesem Anlass bin ich auf ihn gestoßen.
        Bundespräsident Joachim Gauck war in der Ukraine zum 75. Jahrestag von Babyn Jar, aber zu dem Überfall auf die Ukraine im Juni 1941 – die brutale Brandschatzung ukrainischer Dörfer, Mio Kriegsgefangene die auf freiem Feld nach 2 Mon eingepfercht verdursteten und verhungerten- kein Wort. Konrad Schuller hat in der FAZ den Artikel geschrieben „Die Schuld und das Jetzt“ 30.9.2016 Seit Wochen laufen in Deutschland nächtelang (wenn die meisten schlafen) ZDF- DOKU, ZDF-History – ZDF-INFO zum Barbarossa-Feldzug. Deutsche Politiker sprechen aber offiziell immer nur von Stalingrad – in den DOKUS zeigen sie die totale Brutalität auch in der Ukraine.. Zum Thema Babyn Jar – Offiziere und Polizei aus Bremen – in Bataillon 303 verpflichten sich für 1 Jahr nach Kiew – Babyn Jar – nach erfolgreichem Abschluss – rechtzeitig in die Heimat zurückbe-fördert an einen Schreibtischplatz für die Dauer des Krieges.
        Bin gerade dabei, ein Buch über ukr. Zwangsarbeiter zu schreiben, besuche dazu das HN-Archiv. Melde mich wieder
        Anastasia Kosak 13.10.2016

        1. Liebe Anastasia, es freut mich sehr, das Du auf meine Niederschrift gestossen bist, die ich urspruenglich fuer meine Kinder verfasst habe. Umsomehr freue ich mich, das Du an einem Buch ueber DP’s in Deutschland arbeitest, weil ich glaubte, das dieses Thema in Deutschland total in Vergessenheit greaten ist. Kann es kaum erwarten, Dein Buch zu lesen. Herzliche Gruesse, Ihor Chomiak

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *